Da wäre zum Ersten Silvester:
Silvester sind wir mit dem Zug nach Perth reingefahren. Da man in Australien idiotischerweise keinen Alkohol in der Öffentlichkeit konsumieren darf, mussten wir diese Leibesübung vor der Bahnfahrt im Auto vollziehen. Hier ein Foto von uns im Zug nach Perth:
Leider hatten wir uns ein wenig Zeit gelassen mit dem in die Stadt fahren, somit hatten wir nur noch gut 10 Minuten, um uns einen Platz zum Feuerwerk-gucken zu suchen. Letzten Endes sind wir mit ziemlich witzigen Leuten, die wir an der Bahnstation kennengelernt haben, runter zum Swan River gegangen. Das war nicht der optimalste Platz für das Feuerwerk, aber das war auch nicht wild weil eben Dieses eher als mickrig und lächerlich zu bezeichnen war. Anschließend hat Jensen die andern beiden verloren und ist gut 3 Stunden lang alleine durch Northbridge (Kneipenviertel) geirrt. Als wir dann irgendwann alle wieder vereint waren (zwischenzeitlich haben wir uns nochmal verloren) war aber auch schon mehr oder weniger Sabbat. Ja, auch an Silvester/Neujahr gibt es in Australien diesen total sinnvollen Zapfenstreich. Wunderbare Erfindung.
Schlafen im Zug.
Als wir dann um etwa 7 Uhr morgens wieder am Auto angekommen sind, gab es noch die obligatorische Viertelstunde "Dinner for one". Danach war dann allerdings erstmal Schlaf angesagt.
Nachdem wir Neujahr gut absolviert hatten, erwartete uns noch eine gute Woche Ferien bevor es wieder an die Arbeit ging. In der Zeit haben wir primär rumgelegen und Filme geschaut. Am letzten Ferienwochenende waren wir dann nochmal für zwei Tage in Perth im Hostel. Da haben wir noch ein paar andere coole Backpacker kennengelernt und es war im Allgemeinen sowieso nochmal ganz angenehm, unter Leute zu kommen, bevor es dann am Montag wieder mit der Arbeit los ging.
Auf dem Weg nach Hause hat uns dann allerdings noch eine kleine Panne den Tag versaut. Und zwar haben die Bremsen unseres wunderschönen Vans einfach angefangen zu bremsen, obwohl das wirklich niemand wollte. Kurzgesagt: Bremssystem kaputt - kein Auto für gut einen Monat. Im Endeffekt hat es sich dann aber als positiv erwiesen, dass wir mit Truckern arbeiten, weil wir die Reparatur so eigenständig erledigen konnten und uns das Geld für die Werkstatt sparen konnten.
Am Montag (6. Januar wird es gewesen sein) ging dann wieder die Arbeit los. Da gibt es eigentlich nicht sonderlich viel zu berichten - das Übliche halt. Anstrengend, nervig aber gutes Geld. Nach gut einer Woche hat Bruno dann auch endlich einen Job gefunden. Er arbeitet für gut 7 Wochen auf einem Weinberg bei uns in der Nähe.
Zum Thema Arbeit hätten wir folgende Bilder anzubieten:
Es wäre dämlich zu beschriften was vorher und nachher ist. Immerhin sollte mittlerweile klar sein, dass unsere Arbeit daraus besteht die Dinger zu putzen und nicht mit Schlamm zu bewerfen.
Am 20. Januar hatte dann Jensen seinen 20. Geburtstag. Das machte für den Tagesablauf aber natürlich keinen Unterschied - 10 Stunden Arbeit wie jeden Tag. Am Abend waren wir dann aber noch zu Rodney und Rosie - unseren Nachbarn - zum BBQ eingeladen. Da wir aus Gründen, die ein paar Zeilen weiter unten erläutert werden, am nächsten Tag nicht arbeiten mussten, haben wir alle zusammen noch ganz entspannt das ein oder andere Bierchen getrunken. War ein ganz netter Abend!
Zu Ehren seines Geburtstages bekam Jensen ein Bild mit Superman höchstpersönlich.
Wie bereits angesprochen mussten wir am nächsten Tag nicht arbeiten. Was zunächst recht positiv klingt, ist in Wahrheit alles andere als gut. Und zwar hat sich unser Boss Darren irgendwie im Rücken weh getan. Da ist irgendein Nerv eingeklemmt, abgerissen oder sonst was (Haben wir auf Englisch und bei der ganzen Flucherei nicht ganz verstanden). Fakt ist, wir hatten die ganze Woche keine Arbeit mehr - somit auch kein Geld. Sein Rücken ist immer noch nicht wieder geflickt, was weitere Konsequenzen für uns hatte und haben wird, die gibt es allerdings weiter unten zu lesen weil das hier ja alles chronologisch abläuft ;)
Achja, in der Woche um Jensens Geburtstag herum hat es etwa jeden zweiten Tag irgendwo bei uns in der Gegend gebrannt. Hier ein Foto:
Direkt betroffen waren wir allerdings nie von den Bränden. Aber ist schon recht krass. Hier hat es halt seit gut 3 Monaten nicht mehr geregnet.
Als Übergangslösung für die Arbeit (Darren war aufgrund seines Rückens ja nicht mehr wirklich da) wurde uns Paul als Chef zugeteilt. Paul arbeitet eigentlich für den Vater unseres Bosses, ist dann aber für einige Zeit bei uns auf dem Platz eingesprungen. Die Zeit mit ihm war ganz lässig. Er ist echt ein korrekter Typ!
Paul
Nochmal Paul
Letzten Montag hat uns dann allerdings die Nachricht erreicht, die früher oder später zu erwarten war. Leider gibt es auf dem Platz in Zukunft nicht mehr genug Arbeit für uns beide. Deshalb muss sich Jensen mitte nächster Woche wohl nach einem neuen Job umsehen. Montag und Dienstag können wir allerdings ein paar hundert Kilometer weiter nördlich auf der Cattle Station von Pauls Boss arbeiten. Das wird wohl eine recht gute Erfahrung! Freuen wir uns drauf!
Wie gehts jetzt weiter?
Robin wird nicht mehr so lange arbeiten wie Jensen (nur noch bis Ende Februar). Danach gehts für ihn und Bruno für zwei Wochen nach Bali. Das kostet halt wirklich nichts und ist ein guter Urlaub. Jensen versucht in der Zeit noch irgendwo hier in der Nähe Arbeit zu bekommen. Wenn die beiden zurück kommen, werden Jensen und Robin wohl richtung Ostküste und Sydney aufbrechen. Für Bruno geht es dann auch schon bald wieder zurück nach Deutschland.
Wir haben noch ein paar Bilder, die wir gerne mit euch teilen würden, hier allerdings thematisch nicht mehr wirklich mit unterbringen konnten. Die kommen einfach jetzt:
Hier gibts wie gesagt Papageien
Robin am Gabelstapler fahren
Dart spielen mit Rodney
Casino
Wifi an der Bücherei ausnutzen
Arbeiten mit Rosie
Abend bei Rodney
Wir versuchen natürlich, jetzt wieder in einen regelmäßigeren Blog-Rhythmus zu kommen!
Liebe Grüße aus dem immer noch warmen Australien, Robin Bodo Jensen











