Ich habe also für gut $90 den Bus von Sydney bis nach Coffs Harbour genommen, wo mich Gabriel und die beiden Mädels mitten in der Nacht eingesammelt haben. Am Anfang des Trips haben wir eigentlich immer noch recht viel unternommen. So waren wir beispielsweise in Coffs Harbour Kanu fahren. War recht witzig. Kanu fahren halt.
Nach ein paar Tagen am Strand und auf dem Highway war das nächste größere Ziel unseres Trips Byron Bay. Dort haben konnten wir für ein paar Groschen in einem Hostel im Garten zelten. Die Arts Factory, so hieß das Hostel ist in etwa die größte Hippie-Kommune, die ich bisher gesehen habe. War zwar eine etwas verrückte Welt, aber einfach richtig, richtig entspannt.
Wir sind dann noch alle zusammen zum Leuchtturm in Byron Bay gelaufen, wo übrigens der östlichste Punkt des australischen Festlandes ist. War ein lässiger Tag.
Vom Leuchtturm aus konnte man etliche Wale und Delphine im Wasser sehen.
Nach unseren vier Tagen in Byron Bay und einem kleinen Ausflug nach Nimbin, bei dem uns dank Gabriels souveräner Spritkalkulation auf dem Rückweg der Tank leer ging (4 Kilometer joggen für mich), hieß unser nächstes Ziel Brisbane. Auf dem Weg haben wir noch eins zwei Nächte irgendwo illegal auf Feldwegen geschlafen. Gabriel ist ein ziemlich geiziger Typ, also waren es im Endeffekt nur wir drei, die in Brisbane ins Hostel gegangen sind.
Brisbane war aus mehreren Gründen eines der Highlights unseres Trips. Zunächst einmal gibt es in Brisbane eine Lagune mitten in der Innenstadt, wo man sich den ganzen Nachmittag in die Sonne legen kann. Wir waren mittlerweile glücklicherweise schon so weit nördlich, dass es wieder richtiges T-Shirt Wetter war.
Helena und ich bei der Lagune in Brisbane
Nächstes Highlight war das Halbfinale gegen Brasilien. Das war denke ich überall auf der Welt ein Highlight. Aber es hatte schon Stil um 6 Uhr morgens in der Kälte draußen in der Hostelbar mit anderen deutschen zu sitzen und einfach nur zu genießen.
Die Frühstückszigarette nach dem geschafften Finaleinzug
Wenn ein Tag schon so grandios anfängt, geht er auch grandios weiter. Die Erfahrung haben wir zumindest gemacht. Grund dafür war, dass wir am Abend als wir gerade zwecks Alkohol auf dem Weg zum Liquor Store waren, von einem netten Herrn angesprochen wurden, ob wir nicht Lust hätten das State Of Origin zu sehen. Für alle (vermutlich viele) denen das nichts sagt: Das Statet Of Origin ist in Australien quasi das größte Rugby Highlight. Es spielen jedes Jahr die besten Spieler aus New South Wales gegen die Besten aus Queensland. Die Begründung, wieso er uns seine Karten einfach geschenkt hat, macht die Geschichte noch besser. Er hatte die Karten wohl von seiner Firma geschenkt bekommen, sei allerdings kein Rugbyfan und würde es doch bevorzugen, die Nacht mit seinen Freunden in einem Stripclub zu verbringen, als im Stadion. Glück muss man haben.. Und wir hatten sogar echt gute Plätze auf der Haupttribüne (Reihe 7). Das Ausmaß unseres Glücks wurde uns erst bewusst, als unser Sitznachbar uns erzählte dass er über $200 für sein Ticket ausgegeben hat. Der Hammer!
Den letzten Tag in Brisbane haben wir dann hauptsächlich im botanischen Garten verbracht, wo diese unschuldige Echse Opfer von Gabriels Tierquälergenen wurde. Er wollte dass sie sich bewegt und "was cooles macht", woraufhin er sie so lange in Bedrängnis gebracht hat, bis er sie letzten Endes in den Teich geschubst hat :D Da kommt halt der Amerikaner ein bisschen durch, keinen Respekt vor nix. Insgesamt wurden auf dem Trip folgende Tiere Opfer von Gabriel: Oktopus, Echse, Wasserschnecke, kleinere Echse, Kookaburra, Schlange, Wombat.


Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen